Ungeeignete Web-Technologien vermeiden

Natürlich gibt es auch einige Programmier- und Web-Technologien, die sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Grundsätzlich kann man festhalten, dass jede Form der Seitengestaltung ungeeignet ist, bei der sich kein oder nur wenig Content, also Text, durch den Suchrobot aus den Seiten extrahieren lässt. Nur lesbarer Inhalt findet seinen Weg in den Suchmaschinenindex und verbessert das Ranking.

Eine Ausnahme stellt sicherlich die Google Bildersuche dar, die aber wieder eigene Kriterien erfordert, z.B. passend gewählte Dateinamen, Bildbeschreibungen (alt-Tag, title-Tag, ggf. auch longdesc-Tag) und auch der direkt umgebende Text sollte zum Inhalt des Bildes passen.

Abstand nehmen sollten Sie von Frames, da der Suchrobot als Einstiegsseite das Frameset präsentiert bekommt und dort whrs. nur einen Text in der Art findet: “Ihr Browser unterstützt leider keine Frames…”. Der eigentliche Inhalt findet sich in eigenen Seiten, die lediglich über eine URL referenziert sind und daher als Content für die Startseite nicht sichtbar sind. Außerdem haben Frames einen weiteren gravierenden Nachteil: Die Seiten innerhalb des Framesets werden von Google ebenfalls indexiert und wenn ein Besucher in der Trefferliste auf diese URL klickt, dann wird die Seite ohne den umgebenden Frame angezeigt, was sicherlich der Usability nicht förderlich ist. In der Regel fehlt dann die komplette Navigation und die umgebende grafische Gestaltung.

Seit HTML 4.0 gehören eingebettete Frames (HTML-Tag iframe) zum Standard. Mit eingebetteten Frames können Sie in einen Bereich Ihrer Website sehr einfach externe Inhalte laden. Dabei verändert sich Ihre vorgegebene Bildschirmaufteilung (Layout) nicht, sondern es wird nur externer Inhalt an die vorgegebene Stelle geladen. Da das Laden des Inhaltes durch den Browser beim Anzeigen erfolgt, sieht der Suchrobot diesen Inhalt nicht, da dieser den (X)HTML-Quelltext liest. Und dort findet der Spider nur ein iframe-Tag, aber keinen indexierbaren Content. Es gibt durchaus Einsatzgebiete, bei denen die Verwendung von iframes sinnvoll ist oder sich schlichtweg nicht vermeiden lässt, z.B. Social Media Integration. Wenn Sie z.B. das weit verbreitete Facebook-Plugin zur Anzeige der Fans Ihrer Seite verwenden, dann wird dies technisch über ein iframe realisiert. Allerdings ist es hier nicht schädlich für die Suchmaschinenoptimierung, da das Plugin keinen relevanten Content beinhaltet, der indexiert werden müsste.

Eine weitere sehr beliebte und auch der Usability sehr förderliche Technologie ist leider für die Suchmaschinenoptimierung ungeeignet: JavaScript und AJAX (Asynchronous JavaScript and XML). JavaScript Code wird nicht indexiert, d.h. jeder Textinhalt und jeder Link, der sich in JavaScript Quellcode befindet, wird vom Suchroboter nicht erfasst. Bei einer externen Verlinkung mag das sogar als Vorteil erscheinen, da der nicht erfasste Link natürlich auch keinen Abfluss von Linkpower und PageRank bedeutet, aber bei einer internen Verlinkung ist genaue der gegenteilige Effekt gewünscht (PageRank Sculpting).

AJAX bezeichnet eine Technologie, bei der Inhalte dynamisch und interaktiv via JavaScript und XML als Reaktion auf Benutzereingaben nachgeladen werden (daher asynchron). Bestes Beispiel ist das Suchfeld von Google. Wenn Sie dort beginnen einen Suchbegriff einzugeben, dann erhalten Sie sofort interaktiv Vorschläge über oft verwendete Suchbegriffe, die mit Ihrer bisherigen Eingabe übereinstimmen. Diese Technologie nennt man AJAX. Nachdem die Inhalte erst später geladen werden, sind diese natürlich für den Suchroboter nicht sichtbar und damit auch nicht indexierbar.

Dass der Inhalt von Bildern nicht indexierbar ist, haben wir schon erwähnt. Zum Auffinden von Bildern gibt es z.B. die Google Bildersuche. Damit ist auch klar, dass Sie für die Anzeige von Inhalten und insbesondere auch Überschriften auf keinen Fall Bilder verwenden sollten, sondern tatsächlich Text. Nutzen Sie einfach die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten über Stylesheets (CSS), um Ihren Texten und Überschriften ein ansprechendes Aussehen zu geben, aber verzichten Sie auf Bilder.

Leider ebenfalls nur bedingt geeignet ist die Verwendung der weit verbreiteten Flash-Technologie von Adobe. Über Flash lassen sich komplette Webauftritte realisieren, die jedoch aus Sicht des Suchroboters eher einem Film oder einem binären Objekt ähneln, aber kaum verwertbaren Content offenbaren. Natürlich werden auch die Algorithmen zur Indexierung immer besser, so dass nun auch bedingt Texte in Flash-Objekten erkannt werden können, aber die Qualität der Erkennung ist natürlich nicht mit einem klar lesbaren Text zu vergleichen. Verwenden Sie daher Flash gerne zur Präsentation von Produkten, z.B. interaktive 3D-Darstellung oder kleine Filmsequenzen und Trailer, aber auf keinen Fall für die Navigation oder den eigentlichen textalischen Inhalt Ihrer Seite. Außerdem hat noch immer ein großer Teil der Internetbenutzer keinen Flashplayer installiert, bzw. blockt Flashobjekte bewusst im Browser. Wenn nun die Navigation oder der eigentliche Inhalt Ihrer Seite auf Flash aufbaut, dann bekommen diese Besucher nicht viel von Ihrer Seite zu sehen.

Wie Sie sehen gibt es durchaus schädliche Technologien, die Sie bei der Suchmaschinenoptimierung eher behindern. Ein gezielter und überlegter Einsatz dieser Techniken kann aber für die Usability Ihrer Seite einen großen Vorteil bedeuten.

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